

[in english below]
Zusammen mit den Genoss:innen von KOP Berlin, Migrantifa Berlin, Free Mumia, Death in Custody und dem Netzwerk Freiheit für alle politischen Gefangenen Berlin, hatten wir als Rote Hilfe Berlin am sechsten Todestag von Ferhat Mayouf, am 23.07.2026, zur Demo aufgerufen.
Um die 90 Menschen kamen an diesem regnerischen Tag zusammen im Kiez Moabit, um an Ferhat Mayouf zu Gedenken, die Gewalt in den JVA’s sichtbar zu machen, sowie die Forderung, Knäste abzuschaffen, auf die Straße zu bringen. Während der Demo gab es positive und interessierte Gespräche und Rückmeldungen aus der Nachbarschaft. Nicht selten auch von Leuten die selbst oder im nahem Umfeld von der Gewalt betroffen sind oder waren. Die Zwischenkundgebung vor der JVA Moabit hat auch versucht die Insassen zu zeigen, dass sie nicht vergessen sind. Wir veröffentlichen alle Redebeiträge hier in ihrer schriftlichen Form, auf deutsch, sowie auf englisch.
Darüber hinaus gab es auch vor der Demo drei Veranstaltungen. Wir möchten uns bei allen Beteiligten, Strukturen und auch Teilnehmer:innen bedanken, die am Tag eine kämpferische Demo ermöglicht haben, aber auch bei allen die bei der Planung und Mobilisierung geholfen haben oder auch die Veranstaltungen ermöglicht haben. Auch dieses Jahr wird es wieder Audiomitschnitte von der Demo geben. Die erscheinen bald bei Radio Aktiv. Weitere Informationen, sowie die Broschüre zu Ferhat Mayouf, findet ihr hier in diesem Beitrag.
(Seite 1): Zusammenfassung (de/en)
(Seite 2): Benjamin Düsberg (de/en)
(Seite 3): Mutombo Mansamba (de/en)
(Seite 4): Migrantifa Berlin (de/en)
(Seite 5): Andreas Krebs (de/en)
(Seite 6): Death in Custody (de/en)
(Seite 7): Thomas Meyer-Falk (de/en)
(Seite 8): KOP Berlin (de/en)
Zum Schluss möchten wir nochmal darauf hinweisen, wie wichtig es ist, Gefangenen zu schreiben, um die Isolation der hohen Gefägnissmauern zu durchbrechen. Also holt alle Stifte und schönes Papier und Postkarten raus. Auch ein paar solidarische Zeilen können kraft geben. Es kann nie zuviel Post geben.
Summary and speeches from the 2026 demonstration in memory of Ferhat Mayouf
Together with our comrades from KOP Berlin, Migrantifa Berlin, Free Mumia, Death in Custody and Netzwerk Freiheit für alle politischen Gefangenen Berlin, we as Rote Hilfe Berlin had called for a demonstration on 23 July 2026, the sixth anniversary of Ferhat Mayouf’s death.
Around 90 people gathered on this rainy day in the Moabit neighbourhood to commemorate Ferhat Mayouf, to highlight the violence in prisons, and to take to the streets to demand the abolition of prisons. During the demonstration, there were positive and engaged conversations and feedback from the local community. Not infrequently, these came from people who are or have been affected by violence themselves or within their immediate circle. The rally outside Moabit Prison also sought to show the inmates that they have not been forgotten. We are publishing all the speeches here in written form, in German and in English.
In addition, there were three events held prior to the demonstration. We would like to thank everyone involved – the organising groups and participants – who made this powerful demonstration possible on the day, as well as everyone who helped with the planning and mobilisation or who made the events possible. Once again this year, there will be audio recordings of the demonstration. These will be published soon on Radio Aktiv. Further information, as well as the leaflet on Ferhat Mayouf, can be found here in this post.
(Page 1): Summary (de/en)
(Page 2): Benjamin Düsberg (de/en)
(Page 3): Mutombo Mansamba (de/en)
(Page 4): Migrantifa Berlin (de/en)
(Page 5): Andreas Krebs (de/en)
(Page 6): Death in Custody (de/en)
(Page 7): Thomas Meyer-Falk (de/en)
(Page 8): KOP Berlin (de/en)
Finally, we’d like to emphasise once again how important it is to write to prisoners in order to break through the isolation created by the high prison walls. So get out your pens, some nice paper and postcards. Even a few lines of solidarity can give people strength. There can never be too much mail.
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