Wer ist die Rote Hilfe e.V.?

Die Rote Hilfe e.V. ist eine linke strömungsübergreifende Solidaritäts- und Schutzorganistion. Wir unterstützen Menschen, die auf Grund ihrer linken progressiven politischen Betätigung, Repression erfahren. Wir bieten euch politische und finanzielle Solidarität.

Unsere Beratungen

NEUKÖLLN

  • Stadtteilladen Lunte,
  • Weisestr. 53, 12049 Berlin
  • Jeden Mittwoch, 18:00-19:00 Uhr

WEDDING

  • Scherer8,
  • Schererstraße 8, 13347 Berlin
  • Jeden Dienstag, 19:00-20:00 Uhr

FLINTA-Beratung…

  • …können per Mail angefragt werden und finden in allen Orten statt.

Kontakt

Falls du nicht in unsere Beratung kommen kannst und/oder andere dringende Fragen hast, schreibe uns eine verschlüsselte Mail mit Hilfe des Kontaktformulars. Achtung! Der Betreff ist nicht verschlüsselt. Bitte lies dir vorher „Allgemeines und wiederkehrende Fragen“ durch.
Allgemeines und wiederkehrende Fragen
Wer kann zur Beratung kommen?
Jede:r kann zu unseren Beratungen kommen, ganz egal ob Mitglied oder nicht. Es gibt keine Voranmeldungen. Ein direkter Austausch vor Ort ist immer besser als lange E-Mails.
Bitte nutzt unsere Beratungen vor Ort. Wir können keine ausführliche Beratungen per E-Mail anbieten und tun dies auch nicht.
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Bitte sendet uns keine Unterlagen per E-Mail zu, sondern kommt mit diesen zur Beratung. Diese sind für uns hilfreich um eine bessere Einschätzung geben zu können.
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Vorladungen als Beschuldigte:r von der Polizei müssen nicht befolgt werden. Egal wie absurd der Vorwurf ist, gehe niemals hin und beantworte auch nicht die Fragebögen. Die Polizei ermittelt immer nur gegen dich.
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Ein Strafbefehl wird innerhalb von 2 Wochen nach dem Erhalt rechtskräftig, außer du legst fristgerecht einen Einspruch ein. Spätestens jetzt musst du aktiv werden. Schreibe einen Einspruch, diesen kannst auch zur Not später zurückziehen. Hilfe und mehr dazu findest du hier
Generell gilt: Nehme Kontakt mit deiner Bezugsgruppe, deinen Genoss:innen und komme zu unseren Beratungen um weitere Schritte zu besprechen. Auch auf andere Briefe vom Gericht und Staatsanwaltschaft muss schnell reagiert werden.
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In unseren Beratungen versuchen wir dir immer Einschätzung zu deinem Fall zu geben und können dir in der Regel Rechtsanwält:innen weiter empfehlen. Wir machen das nur in Ausnahmefällen per E-Mail und empfehlen für die allgemeine Suche, die folgende Suchmaschine: anwaltssuche.rav.de
Ich möchte einen Antrag auf Unterstützung stellen.
Anträge auf finanzielle Unterstützung nehmen wir in der Regel erst nach Abschluss des Verfahrens entgegen. Was ihr alles benötigt, findet ihr unter dem Punkt „Anträge auf Unterstützung“. Fall ihr weitere Fragen habt, kommt bitte in unsere Beratung.
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Bei Mitgliedsänderungen oder Fragen bezüglich der Rote Hilfe Zeitung, kontaktiert bitte direkt die Geschäftsstelle per Mail info@rote-hilfe.de , oder nutzt folgendes Formular.
FLINTA-Beratung
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Aktuelle Artikel

Demo in Gedenken an Ferhat Mayouf – 23.07.26

Veröffentlich am 25.05.2026

Gemeinsam mit den Genoss:innen von Migrantifa Berlin, Death in Custody, KOP Berlin, Free Mumia Berlin und dem Netzwerk Freiheit für alle politischen Gefangenen Berlin rufen wir als Rote Hilfe Berlin zur kommenden Demo auf, in Gedenken an Ferhat Mayouf. Wir teilen hier den gemeinsamen Aufruf.

[Es werden auf diesen Beitrag weitere Updates, Übersetzungen und Informationen folgen, letztes Update: 25.05.26]


In Gedenken an Ferhat Mayouf 

Solidarität statt staatliche Gewalt
Alle Knäste abschaffen!

Am 23.07.2020 starb Ferhat Mayouf im Alter von 36 Jahren im Knast Moabit an einer Rauchvergiftung. Für uns steht fest: Das war Mord! Mord durch diesen Staat und seine rassistischen Institutionen.

Ferhat wurde wegen eines belanglosen Diebstahlsvorwurfs festgenommen. Weil er keinen sicheren Aufenthalt hatte, kam er in U-Haft. Dort wurde er 23 Stunden am Tag in seiner Zelle eingesperrt. Seine Hilferufe nach medizinischer und psychologischer Versorgung wurden ignoriert. Stattdessen erfuhr er Demütigungen und Gewalt. Am Abend des 23.07. brach in seiner Zelle ein Feuer aus. Ferhat schrie um Hilfe. Anstatt schnell die Tür zu öffnen und ihn da rauszuholen, warteten die Wärter auf das Eintreffen der Feuerwehr, obwohl sie hätten helfen können. 27 Minuten lang wurde er in seiner versperrten Zelle dem Feuer ausgeliefert. 27 Minuten, die Ferhat das Leben gekostet haben.

Gewalt mit System:

Im Knast landen vor allem Menschen, die von Armut, Rassismus, Abschiebungen, Wohnungslosigkeit, traumatischen Biographien und psychischen Krisen betroffen sind. Aber auch jene, die ohne Ticket mit den Öffis gefahren sind oder sich notdürftig mit informellen Jobs oder Kleinkriminalität über Wasser halten. Das bloße Dasein dieser Menschen wird kriminalisiert. Dafür nutzt der Staat unterschiedliche Mittel, zum Beispiel das Aufenthaltsrecht, um Menschen zu illegalisieren, oder die Polizei, die arme, rassifizierte Menschen, Obdachlose und Drogennutzer:innen von öffentlichen Plätzen vertreibt.

Sicherheit für den Besitz von wenigen:

Soziale Probleme, die der Kapitalismus hervorbringt, löst der Staat mit Gewalt, indem er die davon Betroffenen bekämpft und den Wohlstand und die Macht einiger Weniger schützt. Das Gefühl von Sicherheit für alle durch das Abschotten und Einsperren Einzelner ist nur eine Illusion. Zukunftsperspektiven, genügend materielle Sicherheit und Begleitung und Schutz in Lebenskrisen schaffen gewaltfreie Alternativen. Die Kürzungen vom Berliner Senat für soziale Projekte und das Aufrüsten der Polizei sollen keinen gesellschaftliches Konflikt lösen können, im Gegenteil. Unterdrückung der Armen und technologische Überwachung von allen sind die Mittel der Regierung.

Tod statt Lebensperspektive:

Dass die JVA Moabit einen Suizidpräventionspreis 2025 erhielt ist für uns blanker Hohn. Gefängnisse sperren Menschen jahrelang weg. Menschen die ausgebeutet werden, die wenig bis keine medizinische Versorgung und unzureichende Ernährung erhalten, die von ihren Liebsten getrennt werden ohne jegliche Zukunftsperspektive. Hinzu kommt, dass der Knast ein System ist, was Machtmissbrauch und Gewalt fördert. Durch den fehlenden Blick von außen. Durch die enorme erstellte Abhängigkeit von Gefangenen gegenüber Bediensteten, Sozialarbeiter:innen, Direktion und sonstige. Und auch durch die fehlende und unerwünschte Aufarbeitung von Folter und Tod.

Sie haben Ferhat Mayouf der Freiheit beraubt und ihn dann gegen seinen Willen sterben lassen. Das war Mord!
Mord, weil Menschen durch den Knast systematisch zum Tod gedrängt werden. Zugleich ist das Suizidnarrativ ein beliebtes Mittel der Justiz, um jegliche Verantwortung oder gar aktive Mitschuld am Tod von Gefangenen abzustreiten.

Mehr Solidarität:

Wir wollen eine andere Zukunft und Zusammenleben. Und dabei denken wir auch an alle, die sich organisieren und für eine andere Gesellschaft einstehen. Genoss:innen aus der antifaschistischen, palästinasolidarischen, kurdischen, Klima- oder Antikriegsbewegung werden gnadenlos vom Staatsschutz gejagt, vor Gericht gezerrt und eingesperrt. Wir dürfen uns da nicht entzweiten lassen durch die Kriminalisierung einiger Aktivist:innen – es betrifft uns alle. Die Herrschenden können noch so viele Knäste bauen und Polizist:innen senden. Wir lassen uns die Zukunft und unser Recht auf Demonstrationen und Widerstand nicht nehmen.

Am sechsten Jahrestag gehen wir erneut auf die Straße, um Ferhat Mayouf zu gedenken und gegen die Verhältnisse zu protestieren, die zu seinem Tod geführt haben. Wir werden den Gefangenen zeigen, dass sie nicht alleine sind. Wir lassen nicht zu, dass der Tod von Ferhat und die innere Gewalt des Knastes draußen in Vergessenheit geraten.

Kommt mit uns auf die Straße: Am 23.07.2025 um 18 Uhr am U-Bahnhof Turmstraße!

Kein Vergeben, kein Vergessen

Demo Route:
Auftaktkundgebung Nähe U-Bahnhof Turmstraße (Ecke Turmstraße / Wilhelmshavenerstr)
Dann bis zur Stromstraße links rein, bis zur Birkenstraße.
Rechts in die Birkenstraße rein, bis zur Wilsnackerstraße.
Rechts in die Wilsnackerstraße rein, bis zur Turmstraße.
Links in die Turmstraße rein, bis zur Rathenower Straße.
Rechts in die Rathenower Straße rein, bis zu Alt Moabit.
Rechts in die Alt Moabit rein, bis zum U-Bahnhof Turmstraße.


Ihr findet mehr Infos zu Ferhat Mayouf, andere Informationen, sowie eine Broschüre hier: https://berlin.rote-hilfe.de/2024/07/01/broschuere-zu-ferhat-mayouf/

Neue Befugnisse für die Sicherheitsbehörden: Veranstaltung zum „Sicherheitspaket 2.0“

Veröffentlich am 19.05.2026

Die AG Unsicherheit lädt zur Info-Veranstaltung (English below):

Im April wird das Bundeskabinett das „Sicherheitspaket 2.0“ beschließen, das viele neue Befugnisse für die Polizei erlauben soll: unter anderem das Abgleichen von biometrischen Daten mit dem Internet (#DanielaKlette) sowie das automatisierter Suchen nach Identitäten (#Palantir).

Außerdem stehen in naher Zukunft eine Neuauflage der Vorratsdatenspeicherung, eine polizeiliche Superdatenbank und neue Kompetenzen für BND und Verfassungsschutz (#Vulkangruppe) an.

Wir wollen euch informieren & gemeinsam diskutieren:

  • Welche Befugnisse sollen eingeführt werden?
  • Wie funktioniert die Technologie dahinter? (für Einsteiger*innen!)
  • Was bedeutet das für uns und unseren politischen Protest?
  • Wie und wann können wir dagegen agieren?

Auch wird es Infos zur geplanten Demonstration gegen die digitale Aufrüstung der Polizei am 13.06.2026 geben.

Die Veranstaltung ist kostenlos und findet mit Unterstützung der Roten Hilfe Berlin und der North East Antifa statt. Es wird Flüsterübersetzung auf Englisch geben.

Wo? Im BAIZ, Schönhauser Allee 26a

Wann? Am 25. Mai 2026, um 20 Uhr


AG Unsicherheit invites to inform and discuss!

In April, the Federal cabinet will approve the “Security Package 2.0,” which is intended to grant the police new powers, including the ability to automatically identify people through comparing their biometric data with data from the internet (#DanielaKlette) and to conduct automated data analyses (#Palantir). In addition, a new version of data retention, a police super-database, and new powers for the secret services („BND“ and „Verfassungsschutz“) (#Vulkangruppe) are on the horizon.

We want to inform you and discuss the following issues:

  • What new powers are going to be introduced?
  • How does the technology behind this work? (for beginners!)
  • What does this mean for us and our political protest?
  • How and when can we take action against it?

There will also be information on the demonstration on the 13th of june, 2026.

The event is free and takes place with the support of Rote Hilfe Berlin and North East Antifa. There will be whisper translation to English.

Where? BAIZ, Schönhauser Allee 26a

When? 25th of May 2026, 8 pm

BERATUNG Di, 5. Mai und Di, 12. Mai in der Roten Ella

Veröffentlich am 04.05.2026

Die Beratung im Wedding wird am 5. Mai und 12. Mai, 19-20 Uhr nicht in der Scherer8, sondern in der Roten Ella

Buttmannstraße 1A in 13357 Berlin

stattfinden.

Impressum

E-Mail der Ortsgruppe Berlin

  • berlin@rote-hilfe.de
  • PGP-Key
  • Fingerprint: F66A A652 E0AF 2386 87E1 34D4 FF37 6E77 05A4 8FF5

Adresse des Bundesvorstands

  • Bundesvorstand Rote Hilfe e.V.
  • Bundesgeschäftsstelle
  • Postfach 3255
  • 37022 Göttingen

Telefon des Bundesvorstands

  • Tel.: +49 (0)551 – 7 70 80 08
  • Fax: +49 (0)551 – 7 70 80 09

E-Mail des Bundesvorstands

  • info@rote-hilfe.de
  • bundesvorstand@rote-hilfe.de
  • PGP-Key
  • Fingerprint: 9278 214D 4076 548C 51E9 5C30 EE18 1232 9D06 D5B1
Inhaltlich Verantwortliche:r gemäß § 55 Abs. 2 RStV und § 5 TMG: Hartmut Brückner