auf deutsch Seite 1 / in english page 2 / en français page 3 / en español página 4 / Türkçe sayfa 5 / به زبان فارسی، صفحهٔ ۷ / باللغة العربية، الصفحة 6 / на русском языке, стр. 8 / Drei Veranstaltungen dazu auf seite 9 / Broschüre und weitere Infos hier
Im Vorfeld der Demo am 23.07.26, in Gedenken an Ferhat Mayouf, zu seinem sechsten Todestag, möchten wir über seine Todesumstände, die Proteste dagegen, sowie allgemein das Thema Knast beleuchten. Wir laden euch alle herzlich dazu ein, folgende drei Veranstaltungen zu besuchen:
13.07.2026 / 18:00 / Lunte (Weisestr. 53, 12049)
Die schädlichen und tödlichen Folgen von U-Haft. Eingesperrt, auch ohne Urteil.
Mit Benjamin Düsberg (Anwalt)
Ferhat kam in die JVA Moabit in U-Haft, nicht wegen eines Diebstahlvorwurfs, sondern weil er keinen klaren Aufenthalt hatte. Einen Monat später erstickt er am Rauch eines Zellenbrandes. In Untersuchungshaft gelangen häufiger Menschen, die bspw. keinen legalen Aufenthalt, keinen festen Job, kein (Wohn)Eigentum haben und/oder obdachlos sind.
Wir wollen die rechtlichen und praktischen Grundlagen für die Anwendung der U-Haft besprechen und warum diese besonders restriktiv, einschränkend und tödlich sind. Wir wollen außerdem mit dem Anwalt über die Umstände sprechen, die zu dem Tod von Ferhat Mayouf geführt haben und wie sein Tod juristisch (nicht) aufgearbeitet wurde.
Anschließend möchten wir gemeinsam darüber sprechen, wie die U-Haft als ein Repressionsmittel gegen linke Bewegungen vom Staat genutzt und insbesondere auf die derzeitige Situation der „Ulm 5“ Gefangenen hinweisen. Abschließend geht es darum wie praktische Solidarität aussehen kann, um unsere Genoss:innen zu stärken, sowie um dem System Knast entgegenzutreten.
Veranstaltung findet auf deutsch (ggf. de/en) statt. Es wird eine Flüsterübersetzung für de/en geben.
15.07.2026 / 19:00 / Rote Lilly (Emser Str. 114, 12051)
Die JVA Moabit und der Mord an Ferhat MayoufVortrag und Diskussion zu staatlicher Gewalt und abolitionistischen Perspektiven.
In Gedenken an Ferhat Mayouf.
19.07.2026 / 14:00 / Radau (Schererstraße 8, 13347)
Ferhat Mayouf. Mord und Widerstand
im Rahmen der Gefangenenschreibwerkstatt
Am 23.07.2020 starb Ferhat Mayouf durch einen Zellenbrand in der JVA Moabit. In der Zwischenzeit gab es viele andere Zellenbrände und weitere Todesfälle in deutschen Gefängnissen, allein dieses Jahr bereits zwei in Berlin. Im Rahmen der Gefangenenschreibwerkstatt im Radau (Scherer 8) berichten wir um 14 Uhr über den Mord an Ferhat Mayouf und den Kampf um Aufklärung und gegen das Vergessen. Anschließend wollen wir mit euch ins Gespräch kommen, über die Möglichkeiten und Schwierigkeiten im Widerstand gegen das Knast-System. Wir werden außerdem Broschüren über den Fall Ferhat Mayouf dabei haben, sowie Flyer für die diesjährige Gedenkdemo am 23.07. um 18Uhr am U-Bahnhof Turmstraße. Kommt rum!
Es soll bei allen Veranstaltungen die Möglichkeit geben Gefangenen zu schreiben. Kommt bitte pünktlich.
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